Drucker, NAS, Router: die vergessenen Geräte im Firmennetz
Dieser Beitrag wurde KI-gestützt erstellt.
Die kurze Antwort: Drucker, NAS-Speicher und Router sind vollwertige Computer mit eigenem Betriebssystem, werden in vielen Unternehmen aber behandelt wie Möbel: einmal aufgestellt, nie wieder angefasst. Genau dort setzen Angreifer an. Ein fester Quartals-Check mit drei Fragen schafft Abhilfe: Ist die Firmware aktuell? Sind alle Standardpasswörter geändert? Und ist das Gerät aus dem Internet erreichbar, obwohl es das gar nicht sein müsste?
Warum niemand an diese Geräte denkt
Notebooks und Server bekommen Updates, Virenschutz und Monitoring. Der Drucker im Flur, das NAS im Serverschrank und der Router am Hausanschluss tauchen dagegen in keinem Patch-Plan auf; zuständig fühlt sich niemand, solange gedruckt und gespeichert wird. Dabei stuft das BSI im IT-Grundschutz Drucker, Kopierer und Multifunktionsgeräte ausdrücklich als wichtige Komponenten der IT-Infrastruktur ein: Sie hängen im Datennetz, können bei ungenügend abgesichertem Netzzugang laut Baustein zum Einfallstor für Angriffe aus dem Internet werden, und sie speichern häufig vertrauliche Informationen, die auch nach der Außerbetriebnahme auf den Geräten verbleiben. Der Router wiegt noch schwerer: Er ist die zentrale Schnittstelle zwischen Firmennetz und Internet. Wer ihn übernimmt, kann den Datenverkehr manipulieren und alle Geräte dahinter angreifen.
Ein dokumentierter Ernstfall: verschlüsselte NAS-Speicher
Wie real das Risiko ist, zeigte die Ransomware DeadBolt im Januar 2022. Sie verschlüsselte NAS-Systeme des Herstellers Qnap, die direkt über das Internet erreichbar und unzureichend geschützt waren; nach Herstellerangaben wurden über 3.600 Geräte erfolgreich angegriffen, wie heise online berichtete. Bemerkenswert daran: Viele Besitzer wussten gar nicht, dass ihr Gerät öffentlich erreichbar war, etwa weil eine Fernzugriffsfunktion oder automatische Portfreigaben per UPnP aktiv waren. Der Hersteller riet in der Folge genau zu den Punkten, die auch der Quartals-Check abfragt: Portfreigaben deaktivieren, UPnP abschalten, Updates einspielen.
Der Quartals-Check: drei Fragen an jedes Gerät
Nehmen Sie sich einmal pro Quartal Zeit und gehen Sie jedes Nebengerät durch: Drucker und Multifunktionsgeräte, NAS, Router, Switches, Access Points, Kameras und smarte Haustechnik.
- Firmware: Gibt es Updates, und sind sie eingespielt? Das BSI empfiehlt, die Firmware aktuell zu halten und automatische Updates zu aktivieren, wo das Gerät sie anbietet. Geräte, für die der Hersteller keine Updates mehr liefert, stuft das BSI als Sicherheitsrisiko ein; sie gehören ersetzt oder strikt vom restlichen Netz getrennt.
- Passwörter: Läuft irgendwo noch das Werkspasswort? Geräte ohne Passwortschutz oder mit voreingestellten Standardpasswörtern bezeichnet das BSI als viel genutztes Einfallstor für Angreifer. Vergeben Sie individuelle Administrator-Passwörter aus dem Passwort-Manager und deaktivieren Sie den Fernzugang des Routers, wenn er nicht gebraucht wird.
- Erreichbarkeit: Ist das Gerät aus dem Internet erreichbar, und muss das so sein? Prüfen Sie die Portfreigaben im Router und schalten Sie UPnP ab, damit sich Geräte nicht selbstständig Freigaben einrichten. Das BSI formuliert es nüchtern: Ein Gerät, das nicht über das Internet zugänglich ist, stellt ein deutlich geringeres Risiko dar. Wer von unterwegs auf das NAS zugreifen muss, nutzt dafür ein VPN statt einer Portfreigabe.
Führen Sie zusätzlich eine einfache Geräteliste mit Modell, Firmware-Stand und Verantwortlichem. Was auf keiner Liste steht, wird beim nächsten Check wieder übersehen.
Häufige Fragen
Der Drucker funktioniert seit Jahren ohne Probleme. Warum sollte ich ihn anfassen?
Weil funktionieren und sicher sein zwei verschiedene Dinge sind. Sicherheitslücken in Geräte-Firmware werden laufend entdeckt und betreffen gerade ältere Modelle, die nie aktualisiert wurden. Zudem speichern Multifunktionsgeräte Druck- und Scandaten; das BSI weist darauf hin, dass solche vertraulichen Informationen auch nach der Außerbetriebnahme auf den Geräten verbleiben. Spätestens beim Tausch oder bei der Rückgabe eines Leasing-Geräts wird das zum Datenschutzthema.
Wie finde ich heraus, ob unser NAS aus dem Internet erreichbar ist?
Ein erster Blick gilt dem Router: Dort sehen Sie eingerichtete Portfreigaben und ob UPnP aktiv ist. Viele NAS-Hersteller bieten zudem Sicherheits-Checks in der Verwaltungsoberfläche an. Verlassen Sie sich nicht allein darauf: Eine kurze Prüfung von außen durch Ihre IT oder Ihren IT-Dienstleister schafft Klarheit.
Reicht ein Check pro Quartal wirklich aus?
Als fester Mindestrhythmus ja, sofern automatische Updates aktiviert sind, wo es sie gibt. Besser ist es, die Geräte in ein laufendes IT-Monitoring mit Patchmanagement aufzunehmen: Dann fallen veraltete Firmware, ausgefallene Geräte und neue Auffälligkeiten auf, ohne dass jemand an einen Termin denken muss.
So unterstützt Sie die High5Manufaktur GmbH
Die High5Manufaktur GmbH betreut kleine und mittlere Unternehmen im Raum Karlsruhe und bundesweit. Wir inventarisieren Ihre Netzwerkgeräte, prüfen Firmware-Stände, Passwörter und die Erreichbarkeit aus dem Internet und nehmen Drucker, NAS und Router in unsere Netzwerkbetreuung mit laufender Überwachung auf. So verschwinden die vergessenen Geräte von der Angriffsfläche und tauchen stattdessen in einem gepflegten Bestand auf. Mit direktem Ansprechpartner statt anonymer Hotline.
Quellen
Alexander Häffner
Geschäftsführer der High5Manufaktur GmbH. Betreut seit 2021 kleine und mittlere Unternehmen bei Microsoft 365, IT-Sicherheit und Digitalisierung.
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