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13. Oktober 2026: Fünf Support-Enden bei Microsoft an einem Tag

Von Alexander HäffnerVeröffentlicht am 10 Min. Lesezeit

Dieser Beitrag wurde KI-gestützt erstellt.

Die kurze Antwort: Am 13. Oktober 2026 enden laut Microsoft Lifecycle fünf Supportfristen an einem Tag. Erstens: Windows 11 Version 24H2 erhält für Home und Pro die letzten Updates, Abhilfe ist das Update auf Version 25H2 per Intune. Zweitens: Office 2021 und Office LTSC 2021 laufen ohne Extended Support aus, der Weg führt zu den Microsoft 365 Apps. Drittens: Windows Server 2012 und 2012 R2 erhalten die letzten Extended Security Updates (ESU) und danach gar keine Sicherheitsupdates mehr, hier hilft nur die Migration. Viertens: Das erste ESU-Jahr für Windows 10 in Unternehmen endet, Zeit für den Hardware-Check und den Umstieg auf Windows 11. Fünftens: Windows Server 2022 wechselt vom Mainstream-Support in den Extended Support, der bis zum 14. Oktober 2031 läuft, kein Notfall, aber ein Eintrag im Plan. Microsoft Learn zeigt die Termine in Pazifischer Zeit als „10/14/2026 6:59:59 AM", also das Ende des 13. Oktober; wir nennen jeweils den letzten Tag mit Updates. Alle Termine als Kalenderdatei finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

1. Windows 11 Version 24H2: letzte Updates für Home und Pro

Was endet: Windows 11 folgt der Modern Lifecycle Policy: Jede Jahresversion wird für Home und Pro 24 Monate versorgt, für Enterprise und Education 36 Monate. Für 24H2 heißt das: letztes Sicherheitsupdate für Home und Pro am 13. Oktober 2026, für Enterprise und Education am 12. Oktober 2027.

Was das heißt: Ein Gerät mit 24H2 startet am 14. Oktober wie gewohnt, erhält aber keine monatlichen Qualitäts- und Sicherheitsupdates mehr. In kleinen Unternehmen läuft in der Regel die Pro-Edition; betroffen ist jedes Gerät, das nicht weitergezogen ist.

Was zu tun ist: Ziel ist Version 25H2, die für Home und Pro bis zum 12. Oktober 2027 versorgt wird. Für Geräte mit 24H2 kommt sie als kleines Enablement Package, das die bereits vorhandenen Funktionen freischaltet und laut Microsoft schnell installiert ist. In Intune legen Sie dafür eine Richtlinie für Featureupdates mit Zielversion 25H2 an; sie hebt die Geräte auf diese Version und hält sie dort. Voraussetzung sind Intune Plan 1 und eine Windows-Lizenz mit Autopatch-Berechtigung, Microsoft 365 Business Premium gehört dazu; die Einrichtung übernehmen wir im Rahmen von Microsoft Intune und Defender. Der Intune-Bericht zeigt, welche Geräte noch auf 24H2 stehen; Ihre Updateringe dürfen Featureupdates dabei nicht pausieren.

2. Office 2021 und Office LTSC 2021: Support endet ohne Verlängerung

Was endet: Am 13. Oktober 2026 endet der Support für Office 2021 in den Kaufversionen Home and Business, Home and Student und Professional sowie der Mainstream-Support für die Volumenlizenz Office LTSC 2021. Einen Extended Support sieht die Lifecycle-Seite für Office LTSC 2021 nicht vor. Am selben Tag endet die unterstützte Verbindung von Office LTSC 2021 zu Exchange Online, SharePoint Online und OneDrive. Die Optionen im Einzelnen stehen im Beitrag Support für Office 2021 endet im Oktober 2026.

Was das heißt: Word, Excel und Outlook starten weiter, erhalten aber keine Sicherheitsupdates und keinen Support mehr. Die Verbindung zu Microsoft 365 kann weiter funktionieren, wird aber nicht mehr getestet; mit der Zeit sind Funktions- und Zuverlässigkeitsprobleme möglich.

Was zu tun ist: Öffnen Sie auf jedem Rechner Word und wählen Sie Datei > Konto. Steht dort ein Produktname wie „Office Home and Business 2021", ist der Rechner betroffen; bei einem Abonnement erscheint „Microsoft 365". Microsoft empfiehlt den Wechsel auf die Microsoft 365 Apps, die in Microsoft 365 Business Standard und Business Premium enthalten sind und laufend Updates erhalten. Alternativ bleibt die Kaufversion Office LTSC 2024 mit Support bis Oktober 2029. Prüfen Sie vorher Add-ins und Makros und deinstallieren Sie die alte Version vor der neuen. Welcher Plan zu welchem Arbeitsplatz passt, klären wir in der Lizenzberatung Microsoft 365.

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3. Windows Server 2012 und 2012 R2: die letzten Sicherheitsupdates überhaupt

Was endet: Der Extended Support für Windows Server 2012 und 2012 R2 endete am 10. Oktober 2023. Seitdem gibt es Sicherheitsupdates nur über das Programm Extended Security Updates, das Microsoft als kostenpflichtige letzte Option für höchstens drei Jahre beschreibt. Das dritte und letzte ESU-Jahr endet am 13. Oktober 2026; ein viertes Jahr nennt Microsoft nur für Windows Server 2008 und 2008 R2 in Azure.

Was das heißt: Ab dem 14. Oktober 2026 bleibt jede neu entdeckte Schwachstelle in diesen Servern dauerhaft offen, ob Domänencontroller, Dateiserver oder Anwendungsserver. ESU ist laut Microsoft eine Brücke zur Migration, keine Dauerlösung, und diese Brücke endet jetzt.

Was zu tun ist: Listen Sie alle Server dieser Generation auf, auch virtuelle Maschinen und den Server in der Zweigstelle. Ziel ist Windows Server 2025, das laut Lifecycle bis November 2034 Sicherheitsupdates erhält. Ein direktes Upgrade von 2012 R2 auf 2025 unterstützt Microsoft; Windows Server 2012 ohne R2 braucht einen Zwischenschritt oder eine Neuinstallation. In der Praxis ist die Neuinstallation auf aktueller Hardware oder in der Cloud meist der sauberere Weg, Fachanwendungen vorher mit dem Hersteller auf Freigabe prüfen. Was bis zum Stichtag nicht umgezogen ist, gehört vom Netz getrennt oder streng abgeschottet. Mehr dazu auf unserer Seite zum Windows Server Supportende.

4. Windows 10: das erste ESU-Jahr für Unternehmen endet

Was endet: Der Support für Windows 10 endete am 14. Oktober 2025. Unternehmen mit den Editionen Enterprise, Education oder Pro im geschäftlichen Einsatz können seither Extended Security Updates kaufen. Das erste ESU-Jahr endet am 13. Oktober 2026, das zweite läuft bis zum 12. Oktober 2027, das dritte und letzte bis zum 10. Oktober 2028.

Was das heißt: ESU liefert nur als „kritisch" und „wichtig" eingestufte Sicherheitsupdates, keine sonstigen Fehlerbehebungen und keinen technischen Support. Voraussetzung ist Windows 10 Version 22H2, und die Jahre bauen aufeinander auf: Wer Jahr 2 kauft, braucht auch Jahr 1. Das Verbraucherprogramm für Privatgeräte ist keine Alternative, es schließt von Organisationen verwaltete Geräte ausdrücklich aus.

Was zu tun ist: Bis zum 13. Oktober sollte für jedes verbliebene Gerät mit Windows 10 entschieden sein, ob es auf Windows 11 wechselt, ersetzt wird oder ein zweites ESU-Jahr bekommt. Erster Schritt ist der Hardware-Check gegen die Anforderungen von Windows 11: kompatibler Prozessor mit 64 Bit und mindestens zwei Kernen, 4 GB Arbeitsspeicher, 64 GB Speicherplatz, UEFI mit Unterstützung für Secure Boot und TPM 2.0. Geeignete Geräte bringen Sie laut Microsoft mit denselben Werkzeugen auf Windows 11 25H2 wie bisher Windows 10. Für Geräte ohne TPM 2.0 oder mit zu altem Prozessor bleibt der Austausch; wie Sie den Windows 11 Umstieg planen und worauf es bei der Hardware-Beschaffung ankommt, haben wir gesondert beschrieben.

5. Windows Server 2022: Mainstream-Support endet, Extended Support beginnt

Was endet: Windows Server 2022 folgt der Fixed Lifecycle Policy mit mindestens fünf Jahren Mainstream-Support und fünf weiteren Jahren Extended Support. Der Mainstream-Support endet am 13. Oktober 2026, der Extended Support läuft bis zum 14. Oktober 2031.

Was das heißt: Sicherheitsupdates liefert Microsoft im Extended Support weiter; Updates ohne Sicherheitsbezug und Anfragen nach neuen Funktionen entfallen, Support gibt es im Wesentlichen nur noch kostenpflichtig. Wichtiger für kleine Unternehmen: Die Microsoft 365 Apps sind auf Windows Server 2022 nur bis zum Ende des Mainstream-Supports unterstützt; Sicherheitsupdates für die Apps gibt es dort noch bis zum 10. Oktober 2028, eingefroren auf Version 2608.

Was zu tun ist: Behalten Sie den Server im Plan, aber ohne Eile. Server, die 2027 oder 2028 ohnehin ersetzt werden, planen Sie gleich mit Windows Server 2025, dessen Mainstream-Support bis November 2029 läuft. Terminalserver mit Microsoft 365 Apps gehören auf Windows Server 2025 oder auf Windows 365 beziehungsweise Azure Virtual Desktop, die Microsoft dafür empfiehlt. Für Server, die bleiben, gilt: Patchmanagement weiterführen und den 14. Oktober 2031 als hartes Enddatum notieren.

Häufige Fragen

Muss ich am 13. Oktober 2026 sofort handeln?

Nein, am Tag selbst ändert sich am Verhalten der Systeme nichts. Es ist der letzte Tag, an dem Microsoft für die genannten Produkte Updates liefert. Jede danach bekannt werdende Schwachstelle bleibt offen, solange Sie nicht wechseln; die Vorbereitung gehört deshalb vor den Termin.

Reicht für Windows 10 ein zweites ESU-Jahr statt neuer Geräte?

Als Brücke ja, als Ersatz für den Umstieg nein. ESU liefert nur kritische und wichtige Sicherheitsupdates, keine Fehlerbehebungen und keinen Support, und Microsoft nennt das Programm selbst eine letzte Option. Geräte, die die Anforderungen von Windows 11 erfüllen, sollten Sie jetzt umstellen; das zweite Jahr bleibt für Geräte mit festem Austauschtermin.

Was unterscheidet Mainstream-Support, Extended Support und ESU?

Im Mainstream-Support gibt es alle Updates, im Extended Support nur noch Sicherheitsupdates und bezahlten Support, und ESU ist ein kostenpflichtiges Programm danach mit ausschließlich kritischen und wichtigen Sicherheitsupdates für höchstens drei Jahre. Die Lebenszyklen im Einzelnen erklärt die Seite zum Support-Ende bei Microsoft.

So unterstützt Sie die High5Manufaktur GmbH

Die High5Manufaktur GmbH aus Marxzell bei Karlsruhe nimmt Ihre Arbeitsplätze und Server auf und legt für jeden der fünf Termine fest, was bis zum 13. Oktober 2026 passiert, vom Featureupdate per Intune über den Wechsel auf die Microsoft 365 Apps bis zur Servermigration und zur Hardwarebeschaffung für Windows 11. Als Cloud Solution Provider (CSP) stellen wir die passenden Lizenzen für Microsoft 365 bereit und richten Intune so ein, dass Featureupdates künftig geplant statt zufällig ankommen. Bundesweit arbeiten wir remote, im Raum Karlsruhe auch vor Ort. Im kostenlosen Erstgespräch klären wir, welche der fünf Fristen Ihr Unternehmen betreffen und wie viel Zeit bis zum Stichtag realistisch bleibt.

Quellen

  • Microsoft Learn, Windows 11 Home and Pro (Microsoft Lifecycle), abgerufen am 05.09.2026, https://learn.microsoft.com/en-us/lifecycle/products/windows-11-home-and-pro
  • Microsoft Learn, Windows 11 release information (Release Health), Stand 27.08.2026, https://learn.microsoft.com/en-us/windows/release-health/windows11-release-information
  • Microsoft Learn, What's new in Windows 11, version 25H2 for IT pros, Stand 03.10.2025, https://learn.microsoft.com/en-us/windows/whats-new/whats-new-windows-11-version-25h2
  • Microsoft Learn, Manage Windows feature updates (Microsoft Intune), Stand 14.01.2026, https://learn.microsoft.com/en-us/intune/device-updates/windows/manage-feature-updates
  • Microsoft Learn, Windows Autopatch prerequisites (Licenses and entitlements), Stand 26.02.2026, https://learn.microsoft.com/en-us/windows/deployment/windows-autopatch/prepare/windows-autopatch-prerequisites
  • Microsoft Learn, Office 2021 und Office LTSC 2021 (Microsoft Lifecycle), abgerufen am 05.09.2026, https://learn.microsoft.com/en-us/lifecycle/products/office-2021 und https://learn.microsoft.com/en-us/lifecycle/products/office-ltsc-2021
  • Microsoft Learn, Office versions and connectivity to Microsoft 365 services, Stand 19.03.2026, https://learn.microsoft.com/en-us/microsoft-365-apps/end-of-support/microsoft-365-services-connectivity
  • Microsoft Learn, Windows Server 2012 und Windows Server 2012 R2 (Microsoft Lifecycle), abgerufen am 05.09.2026, https://learn.microsoft.com/en-us/lifecycle/products/windows-server-2012 und https://learn.microsoft.com/en-us/lifecycle/products/windows-server-2012-r2
  • Microsoft Learn, Product Lifecycle FAQ, Extended Security Updates, Stand 17.10.2025, https://learn.microsoft.com/en-us/lifecycle/faq/extended-security-updates
  • Microsoft Learn, Extended Security Updates (ESU) program for Windows 10, Stand 17.11.2025, https://learn.microsoft.com/en-us/windows/whats-new/extended-security-updates
  • Microsoft, End of support for Windows 10 (Verbraucher-ESU, Ausschluss verwalteter Geräte), abgerufen am 05.09.2026, https://www.microsoft.com/en-us/windows/end-of-support
  • Microsoft Learn, Windows 11 requirements, Stand 14.07.2026, https://learn.microsoft.com/en-us/windows/whats-new/windows-11-requirements
  • Microsoft Learn, Plan Your Windows Server Upgrade Path, Stand 14.04.2026, https://learn.microsoft.com/en-us/windows-server/get-started/install-upgrade-migrate
  • Microsoft Learn, Windows Server 2022 und Windows Server 2025 (Microsoft Lifecycle), abgerufen am 05.09.2026, https://learn.microsoft.com/en-us/lifecycle/products/windows-server-2022 und https://learn.microsoft.com/en-us/lifecycle/products/windows-server-2025
  • Microsoft Learn, Fixed Lifecycle Policy, Stand 08.04.2022, https://learn.microsoft.com/en-us/lifecycle/policies/fixed
  • Microsoft Learn, Windows Server end of support and Microsoft 365 Apps, Stand 01.05.2026, https://learn.microsoft.com/en-us/microsoft-365-apps/end-of-support/windows-server-support

Mehr zum Thema: Alle Artikel und die wichtigsten Fragen stehen im Ratgeber Patchday und Updates.

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Alexander Häffner

Alexander Häffner

Geschäftsführer der High5Manufaktur GmbH. Betreut seit 2021 kleine und mittlere Unternehmen bei Microsoft 365, IT-Sicherheit und Digitalisierung.

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