Teams-Raumsysteme im Vergleich: Bar, Konsole oder Kamera, worauf es bei der Auswahl ankommt
Von Alexander HäffnerVeröffentlicht am 6 Min. Lesezeit
Dieser Beitrag wurde KI-gestützt erstellt.
Die kurze Antwort: Ein Teams-Raumsystem besteht laut Microsoft immer aus denselben Teilen: Rechenmodul mit der Teams-Rooms-App, Touch-Konsole, Kamera, Mikrofon, Lautsprecher, ein bis zwei Displays und ein HDMI-Eingang. Die Hersteller verpacken das unterschiedlich: als All-in-one-Bar unter dem Display, als modulares System mit getrennter Kamera und Mikrofonen oder als Surface Hub mit eingebautem Bildschirm. Die Wahl hängt von Raumgröße und Sitzordnung ab, von der Frage Windows oder Android und davon, welche Funktionen Sie brauchen, denn zwei Displays, mehrere Kameras oder die Personenzählung gibt es nur mit der Lizenz Teams Rooms Pro. Modelle und Preise nennen wir bewusst nicht; die Kriterien gelten für jeden Hersteller. Stand: September 2026.
Die drei Bauformen
| Bauform | Was drin ist | Passt zu |
|---|---|---|
| All-in-one-Bar | Kamera, Mikrofone und Lautsprecher in einem Gehäuse unter dem Display, Rechenmodul integriert oder separat, dazu die Touch-Konsole | Fokus- und kleine Räume, teils mittlere Räume |
| Modulares System | Rechenmodul und Konsole, dazu frei kombinierbare Kamera, Tisch- oder Deckenmikrofone und Lautsprecher | Mittlere und große Räume, schwierige Akustik, lange Tische |
| Surface Hub | Bildschirm, Rechner, Kamera und Mikrofone in einem Gerät, mit Stift und Whiteboard | Kreativ- und Projekträume, in denen gemeinsam am Bildschirm gearbeitet wird |
Microsoft zählt als Teams-Rooms-System ein Windows-Rechenmodul mit angeschlossener Touch-Konsole, ein Android-Gerät mit per Netzwerk oder USB verbundener Konsole oder einen Surface Hub. Zertifizierte Systeme und Peripheriegeräte führt Microsoft in eigenen Listen für Windows und Android; die Teams-Rooms-Basic-Lizenz gibt es nur zu zertifizierten Systemen.
Windows oder Android
Beide Varianten laufen mit derselben Teams-Rooms-App und denselben Lizenzen. Die dokumentierten Unterschiede liegen in der Verwaltung: Windows-Systeme lassen sich wie ein Windows-PC behandeln, mit Intune, lokalem Administratorkonto, dessen Werkskennwort „sfb" sofort zu ändern ist, und einer geräteweiten Proxy-Konfiguration. Bei Android-Systemen richtet sich die Proxy-Einstellung nach dem Hersteller, und Mandantenbeschränkungen von Microsoft Entra ID werden dort laut Microsoft nicht unterstützt. Ein Punkt für Android: Check-in-Benachrichtigungen auf dem Display im Raum, die wartende Kollegen ankündigen, gibt es derzeit nur, wenn ein Teams-Panel mit einem Teams-Rooms-System auf Android gekoppelt ist. Für kleine Unternehmen ohne eigene Intune-Verwaltung sind Android-Bars oft die einfachere Wahl, für Umgebungen mit Proxy und strengen Richtlinien Windows.
Kamera, Mikrofone, Lautsprecher: die Kriterien
- Blickwinkel und Einrahmung: Die Kamera muss alle Sitzplätze erfassen; in breiten Räumen hilft ein großer Blickwinkel, in tiefen Räumen eine automatische Einrahmung der Sprecher. Mehrere Kameras und die Panoramaansicht setzen Teams Rooms Pro voraus.
- Mikrofonreichweite: Die Bar deckt einen kurzen Tisch ab; ab sechs bis acht Plätzen braucht es Tisch- oder Deckenmikrofone. Rauschunterdrückung und Sprechererkennung sind Pro-Funktionen.
- Lautsprecher: In kleinen Räumen genügt die Bar, in großen Räumen sollten Lautsprecher so sitzen, dass hinten alle hören, ohne dass vorne Rückkopplung entsteht.
- Inhaltskamera: Wer ein analoges Whiteboard weiter nutzen will, teilt es mit einer Inhaltskamera in die Besprechung; auch das gehört zu Pro.
- Zertifizierung: Peripherie aus Microsofts Liste der zertifizierten Geräte spart Treiberprobleme und wird im Pro Management Portal mit Gerätezustand überwacht.
Displays und Konsole
Ein Display zeigt Teilnehmer und Inhalte abwechselnd oder geteilt, zwei Displays zeigen beides gleichzeitig; die Unterstützung für zwei Displays ist laut Microsoft eine Pro-Funktion. Die Touch-Konsole auf dem Tisch ist der Startknopf des Raums: Beitritt per Fingertipp, spontane Besprechung, Inhaltsfreigabe. Bei Android-Systemen wird sie per Netzwerk oder USB angebunden, bei Windows-Systemen am Rechenmodul. Der HDMI-Eingang bleibt wichtig für Gäste, die ohne Teams präsentieren.
Welche Funktionen an der Lizenz hängen
Microsoft ordnet die Funktionen eindeutig zu. Mit Teams Rooms Basic haben Sie Beitritt per Fingertipp, Nähe und Besprechungs-ID, spontane Besprechungen, Direct Guest Join für Zoom und Webex, Freigabe aller Inhaltstypen, Whiteboard, die Videogalerie mit mehreren Layouts, Anrufe, automatische Software-Updates und die Aufnahme ins Pro Management Portal mit Inventar. Erst Teams Rooms Pro bringt Besprechungschat, Front Row, große Galerie mit bis zu 50 Videos, zwei Displays, Anzeige der Besprechungsnamen, Telefonanlage, Sprechererkennung, Mehrkamera-Unterstützung, Panoramaansicht, Rauschunterdrückung, Personenzählung, Conditional Access, Fernkonfiguration, Gerätezustand der Peripherie, Verlauf, Alarme und Analysen. Basic ist zudem auf 25 Lizenzen je Organisation begrenzt und gilt nicht für Teams-Panels. Wer ein großes System mit zwei Displays und mehreren Kameras kauft, braucht also Pro, sonst bleibt Hardware ungenutzt.
Netzwerk, Strom, Montage
Microsoft empfiehlt ein verkabeltes Netzwerk mit 10 Mbit/s je Raum in beide Richtungen; WLAN ist nur die Ausweichlösung. Das System muss Teams, SharePoint und OneDrive, den Microsoft Store, Windows Update, Intune, Entra ID und das Pro Management Portal erreichen, ein Proxy mit Authentifizierung ist nicht unterstützt. Teams-Panels an der Tür werden per Power over Ethernet versorgt. Planen Sie Netzwerkdosen und Steckdosen hinter dem Display ein, bevor die Wand verkleidet wird.
Auswahl in fünf Schritten
- Raumtyp bestimmen: Fokus (2 bis 4), klein (4 bis 6), mittel (6 bis 12) oder groß (12 bis 16 Personen), nach Microsofts Planungsraster.
- Funktionen festlegen: ein oder zwei Displays, Whiteboard-Kamera, Personenzählung, Telefonie. Daraus folgt die Lizenz Basic oder Pro.
- Bauform wählen: Bar für Fokus- und kleine Räume, modulares System ab dem mittleren Raum, Surface Hub für Projekträume.
- Plattform wählen: Android für einfache Verwaltung, Windows für Intune, Proxy und strenge Richtlinien.
- Nur zertifizierte Systeme und Peripherie kaufen und vor dem Kauf prüfen, ob Netzwerkdose, Strom und Montageort vorhanden sind.
Häufige Fragen
Muss das Raumsystem für Teams zertifiziert sein?
Ja, wenn es als Teams-Rooms-System laufen soll. Microsoft führt zertifizierte Systeme und Peripheriegeräte in eigenen Listen, und die kostenfreie Basic-Lizenz ist an ein zertifiziertes System gebunden. In einem BYOD-Raum, in dem das Notebook die Besprechung führt, gilt diese Bindung nicht.
Was ist der Unterschied zwischen Bar und Konsole?
Die Bar ist die Audio-Video-Einheit unter dem Display: Kamera, Mikrofone, Lautsprecher, bei vielen Android-Geräten auch der Rechner. Die Konsole ist das Touch-Bedienfeld auf dem Tisch, mit dem Besprechungen gestartet und Inhalte geteilt werden. Ein Teams-Rooms-System braucht immer beides.
Können wir zwei Bildschirme nutzen?
Nur mit Teams Rooms Pro. Die Unterstützung für zwei Displays gehört laut Microsofts Lizenzvergleich nicht zu Basic; mit Basic zeigt das System Teilnehmer und Inhalte auf einem Display.
Zählt das System, wie viele Personen im Raum sind?
Mit Teams Rooms Pro ja, die Personenzählung ist dort enthalten, ebenso die Sprechererkennung. Beides setzt Kameras und Mikrofone voraus, die diese Funktionen unterstützen.
Weiterführende Beiträge zu Teams-Räumen
- Konferenzraum für Microsoft Teams ausstatten: Checkliste für KMU
- Raumbuchung in Microsoft Teams einrichten: Raumpostfach, Outlook, Teams-Panel
- Microsoft Teams Rooms oder BYOD-Raum: was zu welchem Raum passt
So unterstützt Sie die High5Manufaktur GmbH
Die High5Manufaktur GmbH wählt Raumsysteme herstellerneutral nach diesen Kriterien aus, beschafft sie über unsere Hardware-Beschaffung und richtet Microsoft Teams Rooms für KMU im Raum Karlsruhe und bundesweit ein, inklusive Raumkonto, Lizenz und laufender Betreuung. Als Cloud Solution Provider (CSP) kommt die passende Lizenz direkt mit.
Quellen
- Microsoft Learn: Microsoft Teams Rooms licenses (Systemtypen, Funktionsvergleich Basic und Pro), Stand 14.08.2026
- Microsoft Learn: Plan for Microsoft Teams Rooms (Komponenten, Raumtypen, zertifizierte Hardware), Stand 20.01.2026
- Microsoft Learn: Prepare your environment for Teams Rooms (Netzwerk, Proxy, Windows- und Android-Unterschiede, Administratorkennwort), Stand 29.06.2026
- Microsoft Learn: Check-in and auto release on Teams panels (Kopplung mit Teams Rooms auf Android), Stand 07.05.2026
- Microsoft Learn: Overview of Teams panels, Stand 28.07.2026
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Geschäftsführer der High5Manufaktur GmbH. Betreut seit 2021 kleine und mittlere Unternehmen bei Microsoft 365, IT-Sicherheit und Digitalisierung.
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